von kuk-is Blogteam

KI-Projekte Yard für Yard umsetzen

Was uns der Sport für KI-Projekte lehren kann

Dass sich Teamsportarten, wie beispielsweise Fußball oder Handball großer Beliebtheit erfreuen ist keine Überraschung. Dass sie uns aber auch wertvolle Tipps und Tricks für unser Berufsleben liefern, ist vielleicht schon nicht mehr ganz so offensichtlich. Doch gerade der Aufbau eines Liga-Jahrs lässt sich mit dem Ablauf eines Projekts vergleichen. Deshalb wollen wir in diesem Blogartikel zeigen, wie Football bei der Durchführung von KI-Projekten helfen und diese zum erfolgreichen Touchdown führen kann.


Das Team

Eingeläutet wird das neue Liga-Jahr mit der sogenannten “Free Agency”, also der Phase mit den meisten Spielerwechseln. Ähnlich wie in der Transferzeit gibt es auch bei

Künstlicher Intelligenz Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, bevor es an die Einführung geht.

Zu Beginn muss sich ein Unternehmen zwei grundlegende Fragen in Bezug auf das Personal stellen:

  1. Verfügt das Unternehmen über passende Mitarbeiter, die in der Lage sind, ein KI-Projekt zu leiten und zu verwalten?
  2. Besitzt das Personal die richtige Einstellung und die notwendigen Fähigkeiten, um ein KI-Projekt mit den dazugehörigen Prozessen zum Erfolg zu führen?

Wie in der NFL kann auch während oder nach der Preseason noch Personal verpflichtet werden. Jedoch ist es sinnvoll, möglichst von Anfang an Stakeholder aus allen relevanten Abteilungen im Team zu haben.
Wichtig ist auch, KI-Fachleute an der Seite zu haben, die die notwendigen Skills wie solide Voraussicht, Planung, Fachwissen und Best Practices ins Unternehmen bringen. Diese entsprechen dem Coaching-Team. Sie sind Experten und wissen, wie Daten behandelt werden müssen, ohne diese zu gefährden und wie dem Unternehmen und dem Team geholfen werden muss, um auch auf längere Sicht im Wettbewerb erfolgreich zu sein. Die Umsetzung ist dann eine Team-Leistung, deshalb sollte auch das Commitment von jedem Player vorliegen. Nur wenn jeder im Team auf das gleiche Ziel hinarbeitet und den Mehrwert dahinter sieht, kann das Projekt „Superbowl“ erfolgreich werden.

 

Das Trainingslager

Ist das Team zusammengestellt, geht es an die Vorbereitung auf die Season. Hier geht es darum, die Spielzüge, also die einzelnen Projektschritte, zu erstellen und zu verinnerlichen. Dabei ist es entscheidend, mit einem Proof of Value (PoV) zu beginnen, also dem Nachweis, dass eine KI-Lösung tatsächlich die geschäftlichen Bedürfnisse erfüllt. Das führt das KI-Projekt zum gewünschten Ziel, dem Touchdown. Hier muss vor allem darauf geachtet werden, dass der Spielzug nicht zu kompliziert ist, da dieser dann anfälliger für Fehler ist. Das heißt, manchmal reicht zur Erreichung des gewünschten Ziels auch eine bereits existierende Software. Es muss also herausgefunden werden, ob die KI-Einführung der Spielzug ist, der zum Touchdown führt.
Sind die Ziele und Ressourcen klar definiert, beginnt die eigentliche Vorbereitung. Ein ehrgeiziges Projekt, genau wie der Gewinn des Superbowls, erfordert einen hohen technischen Aufwand und organisatorische Veränderungen in den Unternehmensstrukturen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, die Bereitschaft für eine solche Investition zu prüfen. Danach geht es daran Datensätze auszuwählen, die klar und konsistent sind. Dabei sollte der Fokus auf der Qualität und einer gründlichen Katalogisierung liegen. Der Erfolg von KI-Projekten beruht auf dem Verständnis von Daten. Im Football kann man das mit den Spielzügen im Playbook vergleichen. Je besser das Team mit dem Spielzug vertraut ist, desto eher gelingt dessen erfolgreiche Umsetzung. Jedoch bringt das Lernen der Spielzüge nichts, wenn diese nicht klar und konsistent sind. Genau so wichtig ist das Trainingscamp: Wird ein KI-Modell über ein zu kleines Zeitfenster trainiert, kann es vorkommen, dass es nicht mit seltenen Ereignissen umgehen kann. Ein Spieler, der nicht genug trainiert, kennt vielleicht die grundlegenden Spielzüge, aber nicht die Sonderspielzüge. Die strategische Entscheidung der Trainingslänge und der passende Zeitpunkt fürs Trainingslager sollte das Entwicklerteam zusammen mit denjenigen treffen, die später mit den Ergebnissen des Modells arbeiten, also dem Team. Im Grunde ist dieser Prozess, genau wie der Lebenszyklus eines KI-Projekts, nie abgeschlossen. Es ist fast immer möglich, die Vorhersagen eines Modells zu verbessern. Im Rahmen einer KI-Einführung muss es jedoch einen bestimmten Zeitpunkt geben, an dem die erste Version der Lösung zum produktiven Einsatz bereitsteht. Im Football wäre das der Abschluss der Vorbereitung bzw. des Trainingslagers und der Beginn der Preseason.


Die Preseason

In der Preseason werden die gelernten Spielzüge und Pässe das erste Mal unter Realbedingungen getestet. Dazu dienen die Vorbereitungsspiele mit anderen Mannschaften. Hier zeigt sich, ob genügend Zeit für die Untersuchung verschiedener Modelle eingeplant wurde und ob darauf aufbauend die richtige Strategie gewählt wurde. Hier zeigen sich auch mögliche Schwächen bei eigentlich sichergeglaubten Punkten. Bei KI-Projekten ist das zum Beispiel ein Mangel an kurierten Daten. Dabei liegt das Problem hier meist nicht daran, dass es nicht genug Daten gibt, sondern dass die Daten schwer zugänglich sind oder unter Verschluss gehalten werden. So kann ein eigentlich sicher geglaubter Pass zu einem Fumble und meistens zum Verlust des Angriffsrechts führen. Diese Schwierigkeit tritt meistens in größeren Unternehmen auf, in denen die Daten von mehreren Instanzen freigegeben werden müssen und die KI deshalb nur mit einem Datenauszug trainiert wird. Natürlich zeigt sich auch erst in den ersten Spielen, ob die Spielerverpflichtungen erfolgreich waren und sie die gewünschte Qualität ins Team bringen. Diese Qualitätsprüfung sollte auch mit den Daten für das KI-Projekt erfolgen, bevor es dann in die „regular season“ geht.


Touchdown

Die Parallelen zum Sport helfen Dir bei Deinem KI-Projekt fokussiert und strukturiert vorzugehen. Künstliche Intelligenz wird die Welt verändern, aber es braucht Zeit. Deshalb noch eine letzte Analogie zum Sport. Kein Spieler, der gerade erst mit dem Spielen begonnen hat, wird sofort einen Touchdown landen. Es erfordert Übung, Koordination und Coaching. Doch mit jedem Spiel wird es leichter und Spielzüge funktionieren besser. So wird es Dir bei Deinem ersten KI-Projekt voraussichtlich auch gehen. Mit jedem Meilenstein wächst auch Du, mit jedem neuen Technologie-Projekt lernst Du etwas und rüstest Dich für die Zukunft. In diesem Sinne: Der erste Schritt ist ja bekanntlich der schwerste – man muss ihn nur gehen.

 

Titelbild: © .shock, stock.adobe.com

Touchdown

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